Rundtour Island von Peter (07/2014)

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Peter B. ist für drei Wochen auf Island. Mit dem Mountainbike und Zelt erkundet er die Insel. Hier schreibt er kurze Berichte über das Erlebte, Standort usw…..

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23.07.2014

23072014Moin, mal wieder ein Lebenszeichen:
Ich hab die Westfjorde- das ist dieser große, zerklüftete Bereich links oben auf der Karte- fast komplett abgefahren. Inzwischen sind es 1200 km und viele tausend Höhenmeter. Die Westfjorde sind hart zu fahren. Die Pässe sind zwar immer nur so 500 HM hoch, doch geht fast jede Straße oft über die 10% hinaus. Gestern z.B. fuhr ich fast nur auf Schotter 120 km mit 1900 HM, wobei ein Strassenstück über 2 KM durchgehend 12% aufwies. Autsch! Am fantastischsten in den Westfjorden war eindeutig die sogenannte Svalvogaroad vom Dyrafjördur in den Arnarfjördur. Sie ist von einem einzelnen Mann mit dessen Bulldozer erbaut worden und gilt für Autos als unpassierbar. Landschaftlich eines der spektakulärsten Stücke Islands. Anbei ein Foto der Strassenqualität:-). Ich warte gerade auf die Fähre, die mich auf die schöne Halbinsel Snaefellsness bringen soll.
Beste Grüße,
Peter
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18.07.2014

18072014Moinsen,
ich liege gerade gemütlich in meinem Zelt, direkt am Meer.
In Island darf man ja überall wild campen und einen schöneren Platz konnte ich nun wirklich nicht mehr finden. Er befindet sich am Fusse der Westfjorde auf halbem Wege zwischen Stadarskàli und Holmarvik ( für diejenigen , die es genau wissen wollen). Gestern hab ich in Akurery einen Ruhetag eingelegt und bin mit dem Schiff Whalewatching gefahren. Leider zeigte nur ein kleiner Wal ein paar mal kurz seinen Rücken.
Akurery ist ein nettes Städtchen an einem Fjord, eingerahmt von mächtigen Plateaubergen, auf denen auch jetzt noch Schnee liegt. Mir geht es nach wie vor gut, doch merke ich die Anstrengung der Hochlandsdurchquerung. Und ich hab zu meinem Erstaunen in 6 Tagen einen nagelneuen SmartSam Plus Reifen runtergefahren! Muss morgen mal vorn und hinten tauschen…

Gruß an alle,
Peter

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14.07.2014

2014Moinsen,
Habe auf der“Kjölur“ genannten Route durch das entlegene Hochland die Insel einmal durchquert. Die Weiten der Landschaft sind unglaublich. Rechts und links riesige Gletscher. Man durchfährt  Steinwüsten, moosbewachsene Ebenen und Torflandschaften.
Ich bin froh einen Lowrider gefunden zu haben, der es möglich machte, meine Federgabel am Rad zu behalten. Vorgestern z.B. hatte ich rund 50 km Waschbrettpiste. Meine Reisegeschwindigkeit liegt nach wie vor im Bereich von 10 bis 15 km/h, aber was soll’s. Ich hab ja Zeit. Nachdem ich gestern zum Fussi in einem Guesthouse ( Bett, aber Schlafsack) untergekommen bin, erreiche ich heute Akurery – die „Hauptstadt“ des Nordens. Dort versuche ich mir ein neues, dichtes(!) Zelt zu besorgen und fahre dann in die wiederum entlegenen Westfjorde.
Leider beschweren sich sogar die Isländer über den schlechten Sommer. Ein Hoch auf den Erfinder der Goretex Klamotten.
Schlaaaaaand!!!
Peter

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09.07.2014

Foto Heute ging’s gleich mit stürmischem Wind los. War froh, wenn er von vorn kam, denn von der Seite konnte ich ein paar Mal den Graben (einmal sogar den auf der Gegenseite!) nur durch Notbremsungen verhindern. 4.5 Stunden für 40 km!!! Dazu Dauerregen, der mit waagerecht in die Fresse peitschte… Ein Stück hat mich dann ein LKW mitgenommen.
Jetzt ist es wenigstens trocken. Noch 12km – sollte in ner guten Stunde zu machen sein, haha. Das geht bestimmt noch besser hier.

Gruß,
Peter

 

Radsport im Alten Land