Björns Eindrücke vom EZF 2011

Meine persönlichen Eindrücke vom Zeitfahren 15.05.2011

 

Nach dem letztjährigen Erfolg, mit einigen Pannen, war es eigentlich klar: Es wird ein zweites Ollanner Einzelzeitfahren geben!

Im Dezember 2010 begann die Planung. Ein Termin musste gefunden werden. Da der Terminkalender schon relativ voll war, nahmen wir den 15.05.2011. Dort war zwar die RTF in Lüneburg, hier im direkten Umkreis fand aber keine Radsportveranstaltung statt.

Also, Termin bei der Straßenverkehrsbehörde eingereicht und Ende Januar war dieses dann auch genehmigt.

Bei der Sponsorensuche wurde ich dann von einem Sponsor dezent darauf hingewiesen, dass am 15.05.2011 der Blütenlauf in Hollern-Twielenfleth stattfindet. Laufstrecke am Hinterdeich. Unsere Fahrstrecke beim Zeitfahren.

Ich habe mich dann nett mit Herrn Gruber, dem Organisator des Blütenlaufs, unterhalten. Fazit, wir mussten unsere Startzeit um eine Stunde nach hinten verlegen. Dann klappt das auch mit dem Hinterdeich. Fand ich nicht schlimm. Gesagt, getan!

Schade nur, dass uns dadurch wahrscheinlich noch einige mögliche Zuschauer durch die Lappen gegangen sind.

Es folgten dann wieder hunderte Emails, Zahlungseingänge kontrollieren und die üblichen anschließenden Absagen. Anfangs hat man noch versucht Nachrücker aufzunehmen. Ist aber nachher nicht mehr gelungen, da, umso näher das Event rückte, immer mehr Teilnehmer absagten.

Die Planung der Streckenabsicherung lief ebenfalls auf Hochtouren und eigentlich ganz gut.  Unsere „Freiwillige Feuerwehr“ fiel leider als Streckenabsicherung aus, da sie ihr 75 jähriges Jubiläum hatten.  Die freiwillige Feuerwehr sollte anstatt  einem Posten aber drei wichtige Posten übernehmen.  Also weitere Streckenposten organisieren. Nachbarn, Verwandte, Kollegen…..klappte.

Die Schlaglöcher auf der Hauptstraße in Twielenfleth wurden und mussten sogar gekennzeichnet werden. Jeder andere Streckenabschnitt bzw. Wirtschaftsweg war besser in Schuss. Peinlich für die Gemeinde.

Am Morgen des Events  dann Regen. Beim Aufwachen das leise Prasseln der Regentropfen auf dem Dach…klasse. Dann werden ja nicht viele Leute erscheinen und  schon gar nicht ihre Hightech Renner auf die Strecke schicken.

Kaffee rein, letzte Sachen packen und los zum Startpunkt.

Der Aufbau klappte ganz gut. Sogar den Startpavillon haben wir festbekommen (er wurde im Anschluss aber entsorgt).

Und Haky hatte sogar an den Kaffe gedacht. Alles prima…nur das Wetter.

Langsam trudelten dann die Fahrer ein. Und da waren sie, die Favoriten mit ihren Maschinen. Ich war erleichtert. Sie beschwerten sich zwar über das Wetter, bauten aber ihre Renner zusammen und gingen zum Warmmachen auf die Rolle.

(Un-)Pünktlich um 09:57 Uhr wurde das Zeitfahren mit Haky als erstem Fahrer eröffnet. Es ging los.

Nach 10 Minuten dann: Regen! Und es kam nicht wenig herunter.  Egal, die Favoriten waren warm und starteten dann auch.

Zwischendurch dann die Meldung , dass einige Fahrer von der Fußgängerbrücke in Stade falsch nach links abgebogen waren. Das Hinweisschild war durch den starken Wind wohl umgeknickt, somit nicht mehr sichtbar.

Michael musste den Start verlassen und dort jetzt den Streckenposten stellen. Unsere letzte Reserve. Starten konnte er dann als letzter Fahrer auch nicht mehr. Ich war jetzt allein am Start.  Aber es lief ganz gut. Ich war sehr zufrieden.

Um 12:03 Uhr war dann der letzte Fahrer gestartet. Ich konnte die Startuhr ausmachen, hatte meinen Job soweit vorerst getan.

Um 12:47 Uhr war dann auch der letzte Fahrer im Ziel. Kein Sturz, niemand verletzt. Der bestellte RTW brauchte nicht eingreifen.  Das war das Wichtigste.

Die Leute aßen jetzt ihre Wurst, klönten und hatten Spaß. Das konnte man sehen, es wurde nicht gemosert. Leider mussten wir die Veranstaltung aufgrund des Regens in die Turnhalle verlegen. Die Stimmung stimmte trotzdem.

Dann die Zeitnahme. Die Eingangszeiten schienen zu stimmen. Nur die Durchschnittsgeschwindigkeiten schienen sehr hoch. Sie wurden aufgrund der alten Streckenführung ermittelt. Die Streckenlänge stimmte nicht. Dies wurde im nach hinein aber behoben und sollte jetzt stimmen.

Wir kamen dann zur Siegerehrung. Zuerst wurden die Frauen geehrt. Ja, wir hatten in diesem Jahr eine Frauenwertung! Aber ganz ohne Panne sollte es nicht gehen.  Stefanie Wasmundt wurde als Zweitplazierte aufgerufen. Siegerin war: Kersten Freytag.

Stille……aus dem Hintergrund. „Der ist nicht mehr da, schon los….“. „Der!“, er sagte “der“….peinlich! Das Blut stieg sofort im Kopf an. Aber es konnte sofort korrigiert werden. Siegerin war also Stefanie Wasmundt vom ETSV Gut Heil Itzehoe.

Bei den Männern gewann Armin Fischer  aus Fulda vom RSC Monte Kali Neuhof. Armin war auf Kurzbesuch im Norden, hörte vom Zeitfahren und meldete sich spontan an.

Jau, alles Offizielle war nun durch. Nun konnte ich auch ein wenig schnacken und ein Pils trinken gehen. Die Last fiel von den Schultern.

Da kam Bernd aus Zeven auf mich zu und meinte, dass er ein wenig schneller  gewesen sei als die gestoppten 23 km/h. Puhh….

Klärte sich aber ziemlich schnell auf. Bernd war zuerst allein mit seiner Startnummer und ca. 30 Minuten später erneut mit seiner Tochter und der gleichen Startnummer durch das Ziel gefahren.

Eine professionelle Zeitnahme wäre vielleicht ganz gut. Dann müsste aber wiederum das Startgeld drastisch erhöht werden und das liegt nicht in unserem Interesse.

Auch konnten wir Wolfram Ruth vom RSV Victoria Lövenich zurück an die Elbe holen. Wolfram lebt jetzt in Königsdorf / Westfalen und hatte seinen Ursprung (Schulzeit 1952) in Steinkirchen. Auch er hat durch das Internet von diesem Event erfahren und sich angemeldet. Das sind so kleine Geschichten, die dieses Event dann mit sich gebracht hat.

Ich möchte mich nochmals bei allen Helfern, dem DRK und auch Teilnehmern bedanken. So eine Veranstaltung klappt nur mit so einem starken Team. Wie gesagt, in diesem Jahr hätte niemand mehr ausfallen dürfen.

Wir sind keine Profis! Wenn wir etwas verbessern können, dann meldet es bitte. Kritik an der Streckenabsicherung haben wir schon aufgenommen. Das wird im nächsten Jahr verbessert.

Falls es das Zeitfahren auch in den nächsten Jahren geben wird (das kann ich nicht allein entscheiden), dann zu einem festen Termin. Es wird aber dann eher zum Herbst hin etwas werden.

Auch wird es dann ein Altersklassement geben.

Ich freue mich bereits drauf!

Mit sportlichem  Gruß

Björn Welskopp

Radsport im Alten Land