600`er Brevet Kiel 06/2019 von Lorne

Gestartet sind wir mit nur ca. 15 Teilnehmer am Freitagabend um 21 Uhr. Zu dritt haben wir uns gleich abgesetzt und waren kurz nach Mitternacht an der Fähre in Puttgarden, die um 0.45 Uhr ablegte. Den 1. Stempel haben wir am Fährschalter bekommen. Um 1.30 Uhr ging es in Rödbyhavn weiter über Lolland und Falster in Richtung Vordingborg auf Seeland.

Auf der Brücke nach Seeland hatten wir noch ein richtiges Unwetter mit Starkregen und Gewitter. Das Gewitter war schnell vorbei, aber geregnet hat es ca. 5 Stunden mehr oder weniger. Pitschnass haben wir uns in Naestved bei Mc Donalds den 2. Kontrollstempel  geholt (193km). Über Ringsted weiter bei starkem Regen aber ordentlich Rückenwind nach Kirke Hvalsö. Hier gab es den 3. Stempel (242km) und Frühstück in einer kleinen Bäckerei um 7 Uhr am Sonnabendmorgen.

Die nächste Kontrolle (Stempel Nr.4 bei 306km) war in Kalundborg. Der Regen wurde langsam weniger und kurz vor Kalundborg war sogar die Straße trocken. Mit immer müderen Beinen aber bei besserem Wetter ging es Richtung Korsör zur 5. Kontrolle (366km). Der Wind wurde wieder stärker und kam schräg von vorne. Von Korsör ging es dann mit kräftigem Rückenwind wieder Richtung Naestved. Die nächste Kontrolle war aber erst wieder am Fährschalter in Rödbyhavn nach 143km. Davor mussten wir noch wieder über die Brücke von Seeland nach Falster und weiter über Lolland. Hier hatten wir den Wind direkt von vorne mit bis zu 5 Windstärken, zeitweise konnten wir gerade. 14/15 km/h halten, wobei meine beiden Begleiter noch deutlich bessere Beine hatten als ich.

Wir wollten unbedingt die Fähre von Rödby um 19.15 Uhr schaffen, haben alles gegeben und sie um 3 Minuten verpasst 😏. Macht nichts, 6. Stempel geholt (508km) und die Fähre um 19.45 Uhr genommen. Frisch gestärkt (Pommes mit Ketchup und Remoulade und Kaffee, Kaffee, ..) ging es um 20.30 Uhr auf die letzte Etappe nach Schönkirchen bei Kiel. Es hat noch mal ein bisschen getröpfelt und gerummelt aber der Wind ließ jetzt nach und wir hatten sternenklaren Himmel und erstaunlicher Weise war doch noch was in den Beinen. Um 9 Minuten nach Mitternacht haben wir uns den letzten Stempel an der Tankstelle in Schönkirchen geholt. Geschafft, in jeder Beziehung.

(Aufzeichnung stimmt nicht ganz, da der Garmin Probleme machte)

Paris-Brest-Paris wir kommen. Ohne meine beiden starken Begleiter, Carsten aus Kiel und Jochen aus Preetz hätte ich wohl erheblich länger gebraucht. An die Beiden geht ein herzliches Dankeschön, wir sehen uns in Paris.
Lorne 

Radsport im Alten Land